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February 25, 2026

Gewebte Kunst vs. bedruckter Stoff

Woven art vs printed fabric: Why the difference is in every thread

Ein Textil, eine Decke, deren Design weniger wie ein Muster wirkt und mehr wie ein Kunstwerk. Doch beim genaueren Hinsehen taucht ein Begriff auf: „Jacquard-Webung“ – begleitet von einem Preis, der auf besondere Handwerkskunst hinweist.

Das lässt innehalten und eine grundlegende Frage stellen:
Ist ein eingewebtes Design wirklich so anders als ein gedrucktes?

Die Antwort liegt nicht nur in der Haltbarkeit des Stoffes, sondern in der Integrität des Kunstwerks selbst. Wer den Unterschied versteht, entscheidet sich bewusster – für ein Textil, das nicht nur lange hält, sondern Qualität, Tiefe und Geschichte in den Raum bringt.

Jacquard-gewebt vs. gedruckt: Der grundlegende Unterschied

Am einfachsten lässt sich der Unterschied verstehen, wenn man betrachtet, wie das Design Teil des Stoffes wird.

Bei einem Druck wird das Motiv auf ein fertiges Gewebe aufgetragen – ähnlich wie Tinte auf Papier.
Bei einer Jacquard-Webung entsteht das Design durch das Verweben unterschiedlich gefärbter Fäden – es bildet die Struktur des Stoffes selbst.

1. Oberflächendruck

printed textile that apply in pillow case

Beispiel für bedruckte Textilien auf Kissenbezügen: Kissen „Broken Flowers“ Printed Art

Gedruckte Textilien entstehen, indem Farbe mithilfe von Siebdruck oder digitaler Drucktechnik auf ein bereits gewebtes Gewebe aufgebracht wird. Das Motiv bleibt an der Oberfläche – es wird nicht Teil der inneren Struktur.

Die Rückseite ist daher meist einfarbig oder zeigt eine blassere, weniger definierte Version des Designs. Da die Farbe oberflächlich sitzt, können Drucke bei intensiver Sonneneinstrahlung verblassen und bei häufigem Waschen oder Reibung Gebrauchsspuren zeigen.

Hinweis: Gedruckte Designs sind optisch vielseitig, jedoch konstruktiv weniger dauerhaft als eingewebte Motive.

2. Jacquard-Webung

Cotton Beach Towel / Mini Blanket “El Pescado” by Florian Schommer

Beispiel für Jacquard-gewebtes Textil auf einer Decke: Cotton Beach Towel / Mini Blanket „El Pescado“ von Florian Schommer

Jacquard-gewebte Textilien entstehen auf speziellen Webstühlen, die individuell gefärbte Garne miteinander verschlingen. Das Motiv wird nicht nachträglich hinzugefügt – es entsteht während des Webprozesses.

Das bedeutet: Das Design ist auf beiden Seiten sichtbar. Vorder- und Rückseite spiegeln die Komposition – jeweils mit umgekehrter Farbwirkung. Da Farbe und Struktur untrennbar miteinander verbunden sind, bleibt die visuelle Klarheit auch bei regelmässigem Gebrauch erhalten.

Hinweis: Bei einer echten Jacquard-Webung ist das Motiv Bestandteil des Gewebes – nicht nur Dekoration.

Jacquard-Webung: Kunst als strukturelle Substanz

Die Einführung des Jacquard-Webstuhls markierte einen technologischen Wendepunkt in der Textilproduktion. Er ermöglicht die unabhängige Steuerung einzelner Fäden – und damit das Einweben komplexer, detailreicher Motive.

Das Design wird nicht aufgetragen. Es wird konstruiert – durch das präzise Verflechten farbiger Garne. So entsteht visuelle Tiefe mit struktureller Beständigkeit.

Wenn Künstler:innen an einem gewebten Textil mitwirken, wird das Werk nicht einfach reproduziert. Techniker:innen analysieren das Motiv, zerlegen es digital und übersetzen es in eine Webdatei. Diese enthält exakte Anweisungen für den Webstuhl – welcher Faden an welcher Stelle gehoben oder gesenkt wird, um das Bild neu zu erschaffen.

Dieses Verfahren ist eine sorgfältige Verbindung von Kunst und Technologie – und verlangt Erfahrung, Präzision und ein tiefes Verständnis für Materialität.

Vorteile von Jacquard-gewebten Textilien

Die strukturelle Konstruktion einer Jacquard-Webung bringt Eigenschaften mit sich, die ein Oberflächendruck nicht erreichen kann. Da das Design integraler Bestandteil des Stoffes ist, bleibt das Textil über Jahre hinweg formstabil, farbintensiv und ausdrucksstark.

1. Dauerhafte Farben

Jacquard-Textilien verwenden meist garngefärbte Fasern. Jeder einzelne Faden wird vor dem Weben eingefärbt – die Farbe durchdringt das Material, statt nur auf der Oberfläche zu liegen.

Das Resultat ist eine tiefere, stabilere Farbwirkung, die sich gegenüber Licht und Waschgängen deutlich resistenter zeigt.

2. Höhere Strapazierfähigkeit

Das Muster bildet einen Teil der Gewebestruktur. Es kann weder abblättern noch reissen, da es keine separate Schicht ist.

Durch die Verteilung von Reibung über das gesamte Gewebe bleibt das Textil auch bei regelmässigem Gebrauch form- und farbstabil.

3. Mehrdimensionale Textur

Die Jacquard-Technik erzeugt subtile Höhenunterschiede im Gewebe. Dadurch entsteht eine haptische Qualität und visuelle Tiefe, die ein flacher Druck nicht reproduzieren kann.

Das Design wirkt nicht aufgesetzt – sondern im Material verankert.

Gewebte Textilien als langfristige Objekte – nicht als Saisonware

Die Entscheidung für ein gewebtes Textil steht im Einklang mit einer breiteren Bewegung weg von kurzlebigen Konsumgütern – hin zu bleibenden Objekten mit Substanz.

Dieser Trend, oft als „Heirloom Economy“ bezeichnet, beschreibt den Wunsch nach Produkten mit Geschichte, Langlebigkeit und innerem Wert. Der globale Markt für handgefertigte Produkte – 2024 auf über 739 Milliarden US-Dollar geschätzt – unterstreicht diese Entwicklung.

Ein bedruckter Überwurf mag für ein oder zwei Saisons attraktiv sein. Eine gewebte Kunstdecke hingegen ist für Jahrzehnte konzipiert. Sie wird Teil eines Zuhauses – und sammelt im Laufe der Zeit persönliche Erinnerungen.

So erkennst du eine echte Jacquard-Webung

Mit dem richtigen Blick ist die Unterscheidung einfach. Entscheidend ist die Rückseite des Stoffes.

  • Gewebtes Textil: Du erkennst die Negativ- oder Umkehrfarben des Musters. Die einzelnen Fäden sind sichtbar – und zeigen, wie das Design konstruiert wurde.
  • Gedrucktes Textil: Die Rückseite ist meist einfarbig (oft weiss oder hell) ohne Muster, da die Farbe nur auf die Vorderseite aufgetragen wurde.

Gewebte Textilien als funktionale Kunst im Zuhause

Wer sich für ein gewebtes Textil entscheidet, wählt mehr als nur ein Muster. Es ist eine Investition in funktionale Kunst – gefertigt mit einer Technik, die sowohl die Vision der Künstler:innen als auch die Beständigkeit des Materials respektiert.

ZigZagZurich arbeitet mit zeitgenössischen Künstler:innen zusammen, um Originalwerke in Jacquard-gewebte Textilien zu übersetzen. Jedes Design wird sorgfältig für den Webstuhl adaptiert, sodass Komposition, Farbverhältnisse und Details erhalten bleiben. Das fertige Stück funktioniert als Bettwäsche oder Decke – und bewahrt gleichzeitig die visuelle Integrität des ursprünglichen Kunstwerks.

Wenn dich Textilien mit Geschichte ansprechen, entdecke unsere Kollektion kunstvoll gestalteter Bettwäsche und Decken – bei denen jeder Faden Teil des Werks ist.

Häufige Fragen zu gewebten und gedruckten Textilien

Warum sind Jacquard-gewebte Textilien teurer?

Der Preis spiegelt den gesamten Prozess wider: hochwertige, garngefärbte Materialien; die komplexe Einrichtung und Bedienung von Jacquard-Webstühlen; das Fachwissen zur technischen Übersetzung des Designs; sowie die Zusammenarbeit mit den Künstler:innen, die das Original geschaffen haben.

Verblassen gewebte Designs mit der Zeit?

Da die Farbe im Garn selbst verankert ist, zählen Jacquard-Webungen zu den farbechtesten Textilien überhaupt. Bei richtiger Pflege bleiben die Farben über Jahre hinweg intensiv – deutlich länger als bei bedruckten Stoffen.

Sind gewebte Decken genauso weich wie gedruckte?

Die Weichheit hängt vom Material ab – etwa Merinowolle oder Baumwolle – nicht von der Produktionsmethode. Hochwertige, gewebte Decken aus Naturfasern überzeugen durch ihre besondere Haptik und ihren angenehm schweren Fall. Unsere Kollektion aus Baumwolle und Wolle verbindet visuelle Ausdruckskraft mit spürbarem Komfort.

Geschrieben von ZZZ Team

Im Blog erwähnt

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